Cannabis-Industrie

Cannabis-Industrie

Die Cannabis-Industrie in Nordamerika weist eine exorbitante Entwicklung auf. Mit einer Wachstumsrate in 2016 von über 30 % und einem Gesamtumsatz von 6,7 Mrd. USD gehört der legale Cannabis-Vertrieb zu der am schnellsten wachsenden Branche der den USA. Die immense Nachfrage nach Produkten  für die Pharmaindustrie und den Freizeitmarkt wird nach vorsichtigen Schätzungen bis 2020 zu einem Branchenumsatz von rund 27 Mrd. US$ führen.

Ein wesentlicher Teil innerhalb der Wertschöpfungskette entfällt dabei auf die Herstellung von Extrakten in Form von Ölen, Konzentraten, etc. Diese können von den Cannabis-Züchtern gegenüber getrockneten Blüten mit einem entsprechenden Mehrwert am Markt verkauft werden. Die daraus resultierende starke Nachfrage hat die Wachstumsrate für die reine Öl-Verarbeitung in 2016 um das doppelte auf ca. 65 % steigen lassen.

Bei zunehmend expandierenden Anbauflächen und rasanter Nachfrage nach Extrakten ist der künftige Bedarf mit den heute verwendeten Extraktionsverfahren aufgrund Ineffizienz und Kostenstruktur schwerlich zu decken, wenn nicht sogar unmöglich.

Um ein Extrakt oder jedweden Stoff für medizinische Zwecke nutzen zu können, bedarf es eines zuverlässigen Angebots; der Bestandteil eines Extrakts muss exakt und berechenbar sein. Schlussendlich muss das Extrakt auch rein sein, und zwar ohne chemische Verunreinigungen, um nachteilige Nebenwirkungen zu vermeiden. Heute hat die Cannabis-Industrie noch immer große Schwierigkeiten, diese Grundvoraussetzungen zu erfüllen. Die pharmazeutische Industrie und die FDA (US Food & Drug Administration)benötigen zudem ein zuverlässiges Angebot von kristallinem Isolat mit einer Reinheit von mindestens 99%.

Sogar die qualitativ hochwertigsten Systeme, die heute im Markt angeboten werden, sind ungeeignet, weil sie nur wenige Pfund pro Stunde verarbeiten können, woraufhin sie typischerweise längere Pausen benötigen, um den Chargen-Prozess neu zu starten. Mehrere Chargen-Läufe haben Produktionsverluste und zusätzliche Stillstandzeiten zur Folge. Um große Mengen herstellen zu können, werden mehrere Systeme benötigt (kosten- und platzintensiv).

Da die Nachfrage nach Cannabis-Extrakten in den nächsten Jahren sehr stark ansteigen wird, stellt sich unweigerlich die Frage, woher das Angebot kommen soll. Den heute im kommerziellen Einsatz befindlichen Extraktionstechnologien fehlt es an Skalierbarkeit und sie sind nicht dazu in der Lage, große Mengen mit gleichbleibender Qualität und hoher Reinheit zu produzieren.